Reisebericht Schweden, Byälven Cottage, Harefjorden
Hier nun ein kleiner Bericht zu unserem wundervollen Aufenthalt in den Byälven Cottages am Harefjorden.
Zuerst vielleicht einmal ein paar Worte zu dem Gewässer.
Der Harefjorden ist ein ideales Angelgewässer. Mit einer Durchschnittstiefe von 4- 5 Metern und den tiefsten Stellen bis zu 14 Metern bietet es ideale Vorraussetzungen für viele verschieden Lebewesen und auch Angeltechniken.
Der Byälven ist in Schweden als eins der besten Zandergewässer bekannt. Ebenso soll sein Bestand an Rapfen in Schweden einmalig sein. Der Byälven hat ein Flußbett mit einer Durchschnittlichen Tiefe von 3- 6 Metern. Aber auch hier werden Sie sowohl diverse tiefe Löcher finden, als auch viele flache Aussenbuchten die von Schilf durchzogen sind. Das Fischen im Byälven kann ebenfalls sehr erfolgreich sein.
Im süd- westlichen Teil des Harefjorden fließt der Fluß “Byälven” in den Harefjorden. Er fließt unter einer Brücke her bevor er im Harefjorden mündet. In diesem Bereich findet man 2 grüne Bojen, die, die weiter im Harefjorden steht markiert die Kante zum tiefen Wasser. Wenn man sich in der Strömung oder auch an der Strömungskante von dieser grünen Boje treiben läßt und Vertikal fischt, befinden Sie sich auf einen echten Zander Hot Spot! Das Wasser strömt hier, bringt viel Nahrung mit sich, und trübt das Wasser des Harefjorden. Perfekte Bedingungen für die Zander Angelei!
Das Östliche Ende des Harefjorden verbindet der neu entstandene Byälven den Harefjorden mit dem Vänern, dem größetn See Schwedens (5.648 qkm).
Der enorme Vorteil der sich dadurch für den Harefjorden ergibt, das er zusätzlich zu seiner normalen Fischpopulation immer wieder Fische vom Byälven in den Harefjorden ziehen, oder auch vom Vänern durch den Byälven auf der anderen Seite des Harefjorden in das Gewässer ziehen.
Gerade dieses macht den Harefjorden zu einem aussergewöhnlichen Gewässer!
Der Raubfisch- und auch der enorme Friedfischbestand im Harefjorden lockt jedes Jahr mehr Angler zum Fischen her. Bob Nudd, elfmaliger Weltmeister im Friedfischangeln, besucht die Byälven Cottages genauso regelmäßig wie Raubfischlegende Neville Fickling und Autoren von führenden Fachzeitschriften der ganzen Welt.
Der gastgeber vor Ort, Per Stjernlöf ist selbst ein begeisterter Angler und hat uns vor Ort immer mit den aktuellen Informartionen rund ums Angeln versorgt. Per hat immer ein offenes Ohr für Wünsche und Fragen und ist ein sehr netter Schwede, der sehr gut englisch spricht. Er hat uns wirklich sehr weiter geholfen bei allen Fragen rund ums Angeln und auch bei allem anderen.
Doch kommen wir jetzt endlich zu unserer Angelei im Harefjorden. ![]()
Durch das ständig wechselnde Wetter hatten wir es nicht gerade leicht was unsere Zielfische, die Räuber anging. Diese waren sehr launisch bedingt durch die Temperaturschwankungen und den ständig drehenden Wind.
Der Harefjorden und auch der Fluß Byälven hat einen hervorragenden Bestand an Barschen, wir haben viele der Räuber als Beifang beim schleppen, beim Vertikalangeln und sogar beim Jerkbaitfischen gehabt.
Die größten Barsche der Tour hatten gute 45cm, der Schnitt lag bei 35- 38cm. Hier erstmal ein paar Impressionen der Barschangelei:
Meinen ersten Barsch fing ich am ersten Tag beim schleppen auf einen Illex Arnaud DD der eigentlich für Hechte vorgesehen war.
Gezielt haben wir die Barsche später auf etwas tiefer laufenden, 6-9cm lange Wobbler gefangen.
Wird sind uns sicher, das wenn man im oktober vor Ort ist und fischt vertikal in den tiefen Löchern, man eine super Chance auf einen 50cm+ Barsch hat! Und ich glaube ich werde das selber nochmal testen!
Was die zander anging waren wir leider nicht so erfolgreich, da die Zander kurz vorm laichen standen und überall verstreut in den flacheren Bereichen waren. Gefressen haben Sie auch nicht wirklich, wir konnten daher meist nur viele kleinere Exemplare fangen
Die etwas besseren Zander fingen wir leider als Beifang beim Schleppen, da diese schon flacher standen und kurz davor waren die Nester aufzusuchen.
In der kälteren Jahreszeit ist man eher an den tiefen Löchern und deren Kanten erfolgreich. Am Besten auch Vertikal mit Gummifischen.
Kommen wir jetzt zu unserem Hauptzielfisch, dem Hecht.
Während er in den ersten tagen noch recht tief stand, und sich das Fischen mit geworfenen Wobblern und Jerkbaits als sehr schwierig gestaltete, beschränkten wir uns auf das Schleppen mit Kunstködern, und das superlangsame Schleppen mit Köderfischen.
Später in der Woche, mit den steigenden Temperaturen, zogen die Hechte immer mehr in die flacheren Bereiche.
Hier konnten wir sie dann auch gezielt mit Kunstködern beim Werfen überlisten.
Nachdem Lasse bereits einen Hecht von über einem Meter am Boot verloren hatte, kam dann doch noch seine Stunde! Und das am letzten Nachmittag, in der letzten Angelstunde!
Dieser Fisch ist der Traum vieler Hechtangler. Bei einer Länge von 111cm und unter Berücksichtigung des mächtigen Schädels und der hervorragenden Körperform sollte der Fisch ca. 11 Kg gehabt haben. Wir haben dem Fisch den Wiegevorgang erspart um ihn schneller wieder zurücksetzen zu können!
Glückwunsch nochmal an Lasse zu diesem Brummer!
Dazu sollte man sagen das Lasse bereits einen 1 meter+ Fisch gefangen hatte, doch er war leider alleine im Boot, daher existieren nur Videoaufnahmen, diese werdet Ihr später noch sehen!
Nachdem wir viele tolle Fische fangen konnten und schon sehr zufrieden waren, hatten wir noch etwas Glück, genauer gesagt Lasse und Frank. Sie konnten im Fluß eine Erfolgversprechende Stelle für Rafpen ausmachen…
Nachdem Frank und Lasse ja Rapfen gefangen hatten, und ich den nicht mit auf dem Fluß sondern auf dem Harefjorden geblieben war, wollte ich natürlich auch noch einen Rapfen fangen und fuhr einen Tag später mit Frank zum Fluß…
Diese Geschichte haben wir auch recht gut auf Video festgehalten, hier schonmal vorab das Ergebnis:
Sooo, das war es Angeltechnisch, zum Abschluß nun wieder ein paar Impressionen:

Offenes Feuer auf dem Grillplatz direkt vorm Cottage mit Seeblick - gibt es einen schöneren Abschluß für einen Angeltag!
Ein Wort zu den Booten:
Standardmäßig gehören zu den Byälven Cottages 4,40m Lindner Aluboote mit 4 PS Motoren. Diese reichen für die Angelei am Harefjorden absolut aus. Ich empfehle nur jeden eventuell einen E-Motor mit Akku und Ladegerät mitzunehmen, das Schleppen und auch Vertikalangeln ist damit um einiges besser!
Für die Angelei am Fluß oder auch im Mündungsgebiet bietet sich das große Askeladden Boot an. Es ist wesentlich besser motorisiert, und man brauch selbst zum Fluß nur 10 Minuten. Das Askeladden kostet pro Woche 400 Euro mit 30PS Motor und Echolot on board. Ein Aufpreis der sich durchaus lohnt, da man bequem zu dritt Platz hat und sehr schnell an den Spots am Fluß ist.
Empfehlen tue ich jeden eine Guiding Tour mit dem Ortsansässigen Guide David Andersson. Per wird gerne einen Termin für Sie vereinbaren oder den Kontakt herstellen.
David Andersson hat gerade ein neues Guidingboot in Benutzung und wird Sie sicher zum Fisch bringen und Ihnen Hot Spots zeigen die sie dann auch weiter ohne ihm befischen können!
Zu dem Spezialsystem sollte man erwähnen das wir am Guidingtag 5 Bisse auf geschleppte Kunstköder und ca. 20 Bisse auf das System mit Fisch hatten, obwohl wir die ganze Zeit 2 Ruten mit Kunstköder und 2 mit Köderfischsystemen gefischt haben!
Die Kosten für einen Guidingtag fangen je nach Ausgangsort bei 200 Euro an. Wir waren zu dritt auf dem Boot, das waren also etwas mehr wie 65 Euro pro Person, Angelgeräte und Bootsbenzin inklusive. Diese 65 Euro waren gut investiert wie sich später herausstellte, da wir an dem von David empfohlenen Stellen in den Folgedaten mit unseren eigenen Booten noch etliche gute Fische fangen konnten!
Ein Wort in Sachen Ködern…
Gefangen haben wir beim Schleppen hervorragend mit Westin Jätte Wobblern in 17cm, die Farbe rot/ weis kristalisierte sich als Top Favorit für diesen Köder heraus. Sogar den größten Zander der Tour fingen wir auf diesem Köder!
Als Allroundwaffe hat sich ebenfalls die 4 Play Reihe in den Vordergrund gedrängelt. Liplure und Lowrider in 19cm und Swimbaits in 25cm zum Schleppen und Werfen. 13cm Liplure Modelle fingen sehr gut auf Rapfen!
Beste Farben: Firetiger, Hot Copper, Pigment Error, Fluo Orange & Gold und Pink Fury!
Sehr fängig gerade auf Rapfen waren ebenfalls die Senshu JP Tricepx 112.
BBZ-1 Swimbaits brachten ebenfalls einige sher gute Fische!
Bezugsquellen:
Westin, BBZ und Senshu Wobbler: Angel Domäne
4Plays und Savage Gear Köder: Riverfishing
Informationen zum Reiseziel bekommen Sie von Frank Knossalla, Andree´s Angelreisen. Er war mit mir vor Ort und kann Ihnen ebenfalls sehr gute Tipps geben!
Hier geht´s zur Seite von Andree´s Angelreisen
Vielen Dank nochmal an Lasse und Frank für die schöne Tour! Ich habe wieder einen tollen Urlaub mit super Fischen erleben dürfen!
Euer Sascha Weiher | beisszeit.com
















































































24. Mai 2010 um 19:41 Uhr
hallo sascha
da habt ihr ja schöne 2 wochen gehabt glückwunsch zu den fängen.
aber voll geil das ihr bob nudd gesehen habt das ist mein absoulutes vorbild da ich ja eigentlich fast nur mein der stippe losgehe
gruß:Hendrik
25. Mai 2010 um 10:00 Uhr
Huhu
Super Fische und super Landschaft =)
Passt ja beides prima zusammen ihr hattet bestimmt 2 tolle Wochen.
Man sieht sich bestimmt dan mal die Tage wieder am Wasser.
Bis dann
Olli
9. November 2010 um 23:01 Uhr
Hallo, eine super tolle Foto Serie, muss ja ein Paradies dort sein, kann man neidisch werden, weiterhin viel Erfolg. Gruß Peter
15. November 2010 um 17:26 Uhr
Mensch Sascha, einige wirkliche dicke Fische dabei! Petri! Besonders zu den Barschen!